Transaktive Gedächtnissysteme und Wissensmanagement
„Man muss nicht alles wissen – man muss nur wissen, wer es weiß.“ (unbekannt)
Autor: Kristin Knipfer
Download: wissens.blitz (9)
Zitieren als: Knipfer, K. (2011). Transaktive Gedächtnissysteme und Wissensmanagement. wissens.blitz (9). http://www.wissensdialoge.de/Transaktives_Gedaechtnis
Bildnachweis: © Shirley Hu | Dreamstime.com










“die Forschung zeigt auch, dass dabei ausschlaggebend ist,das Herr Meier Ihre Expertise anerkennt und wertschätzt.”
Das ist für mich einer der ausschlaggebensten Punkte, wenn es darum geht, ob es funktionieren kann, das Wissen in Unternehmen geteilt wird.
Nämlich das die Mitarbeiter unterstützt werden, in einer fairen konstruktiven Weise zu arbeiten und oder auch zu konkurrieren.
Regelmässige Supervisionsangebote halte ich für unerlässlich.
Meines persönlichen Erachtens ist das ein weites Problemfeld,”Mobbing” in Firmen und ich denke, das zur Wissensvermittlung unbedingt dazugehört, wertschätzenden Umgang zu lernen.
Danke für den Kommentar. Sicher ist eine Relexion des eigenen Handelns und der Zusammenarbeit im Team eine Möglichkeit, um auch den Informationsaustausch positiv zu beinflussen. Ob aber Supersvisionangebote (im betrieblichen Kontext redet man ja meistens von Coaching, obwohls inhaltlich ähnlich ist) speziell für das Entstehen von Transaktiven Gedächtnissystemen unerlässlich sind weiß ich nicht. Ich würde eher sagen, dass es eine Unternehmenkultur geben muss, die es zulässt, dass nicht jeder alles wissen muss, sondern gezielt (z.B. durch die Struktur der Organisationform) komplementäre Expertisen fördert und diese transparent macht. Dann “muss” ich das Wissen der anderen wertschätzen, weil ich es brauch um handeln zu können.
Die Frage ist doch, ob transaktive Gedächtnissysteme sich nicht wesentlich besser entwickeln in Gruppen, die sozial kompetent und verträglich funktionieren.
Ich vermute es,möchte es aber als Frage in den Raum stellen??
Genau, das finde ich sehr spannend!
Gibt es dazu Studien, Artikel?
Der Wissensblitz sagt (wie ich es verstanden habe), Wissensmanagement soll die Bildung und Weiterentwicklung eines Transaktiven Gedächtnisses innerhalb einer Organisation fördern – das finde ich interessant.
Ich glaube allerdings, man sollte 2 Fälle unterscheiden:
1.) Frau Berger sucht eine bestimmte Information und weiß nicht, dass Frau Huber im gleichen Unternehmen diese Information besitzt (Aufgaben-/Ziel-orientiert); gutes Wissensmanagement führt dazu, dass Frau Berger leicht herausfinden kann, dass Frau Huber ihr helfen kann.
2.) Frau Berger und Frau Huber arbeiten zwar im gleichen Unternehmen, wissen aber nicht woran die Kollegin jeweils arbeitet bzw. welches Wissen sie hat; Wissensmanagement-Maßnahmen (Software, organisierte Treffen…) fördern den Austausch und ‘stärken’ das Transaktive Gedächtnis. Durch die Kombination des Wissens von Frau Huber und Frau Berger können Synergien und Innovation entstehen.
Fall 1 spart einem Mitarbeiter (und dem Gesamtunternehmen) in der Regel Zeit, Fall 2 kostet Zeit, bringt aber potenziellen Mehrwert für die Zukunft.
Oder?
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