Projektstart an der TU München

Heute möchte ich mal direkt aus unserem Forschungsalltag hier an der Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement der TU München berichten. Speziell hat uns in den letzten Monaten und Wochen der Start eines neuen Kooperationsprojekts im Rahmen des Munich Center for Technology in Society beschäftigt: Bereits am 29. Juli fand das Kick-Off Meeting des Projekts LEAP (Lab for the Empirical Analysis of Large Projects) statt.

Ziel des Projekts ist es, Aufschlüsse über die Erfolgsfaktoren und Barrieren für die Realisierung von Großprojekten im Bereich der Mobilität zu finden. Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, Philosophen, Ethiker, Mathematiker und Informatiker werden gemeinsam die Informationssuche, Datenaufbereitung und Datenanalyse in Entscheidungsprozessen analysieren, Methoden zur Risikoabschätzung von technisch-gesellschaftlichen Großprojekten erarbeiten, das Verständnis komplexer soziotechnischer Systeme verbessern sowie Frühwarnsysteme für den Kommunikationsbedarf zu sozialen, ethischen und kulturellen Aspekten entwickeln.

Ab dem 1. Dezember bekomme ich Unterstützung von einem Doktoranden, und ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen wir vor allem drei Aspekte in den Blick nehmen: Führung, Teamdiversität und Teamlernen. Ich bin überzeugt, dass wir hier innovative Ansatzpunkte für die Optimierung von Gruppenentscheidungsprozessen finden werden!

Übrigens: LEAP ist eines der Forschungsprojekte des Munich Center for Technology and Society der TU München. Die TUM schreibt dazu: „Das Munich Center for Technology in Society ist Teil des Zukunftskonzepts, mit dem die TU München bei der Exzellenzinitiative 2012 erfolgreich war. Die großen Zukunftsfragen in Feldern wie Energie und Umwelt, Gesundheit und Ernährung oder Kommunikation können nur interdisziplinär beantwortet werden. (…) So erreicht die TUM, dass entscheidende Fragen mitgedacht werden: Wie beeinflussen sich Gesellschaft und Forschung gegenseitig? Was sollte aus ethischer Sicht bei technischen Entwicklungen beachtet werden? Wie können Wissenschaft und Öffentlichkeit miteinander kommunizieren?“

Ich freue mich, Teil dieser Forschungseinheit zu sein und werde an dieser Stelle auch nochmal über die weiteren Schritte im Projekt informieren!

Bildnachweis: [© Juergen Jotzko | pixelio.de]

 

Kristin Knipfer

Dr. Kristin Knipfer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU München und befasst sich mit individuellen, kooperativen und organisationalen Lern- und Wissensprozessen. Sie ist als Dozentin für das Executive Education Center der TUM sowie als Trainerin für wissenschaftliche Einrichtungen tätig. Auf wissens.dialoge schreibt sie zu den Themen Führung, Reflexion und Wissensaustausch.

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